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Können die Märkte 2026 aus dem Tritt geraten?

Fonds News  —  09/02/2026

Elsa Fernandez

Product specialist

Philippe Lomné

Fixed Income Portfolio Manager Specialisation: IG Credit IG & Crossover

In einem wirtschaftlichen Umfeld, in dem sich die Rahmenbedingungen verschieben und Unsicherheit dauerhaft präsent bleibt, setzt R-co Valor Balanced auf einen klar strukturierten Investmentprozess, umgesetzt von einem erfahrenen Team, das sich in unterschiedlichen Marktphasen bewährt hat. Ziel ist es, Investoren eine robuste und zugleich flexible Lösung zu bieten.

Aktienmärkte in Rekordlaune – wie lange noch?

Das Jahr 2025 hat einmal mehr gezeigt, wie widerstandsfähig die Kapitalmärkte sind: Trotz zahlreicher Belastungsfaktoren verzeichneten die großen globalen Indizes das dritte Jahr in Folge Kursgewinne1. Diese Entwicklung unterstreicht zwar die Stabilität des Konjunkturzyklus, erhöht jedoch zugleich die Anforderungen an Titelselektion und Portfoliokonstruktion. Denn bei historisch niedrigen Aktienrisikoprämien ist der Spielraum für Enttäuschungen begrenzt.

Die USA bleiben dabei der zentrale Taktgeber. Für 2026 wird weiterhin mit positivem, wenngleich moderaterem Wachstum gerechnet. Fiskalpolitische Impulse – insbesondere im Umfeld eines Wahljahres – dürften die Konjunktur zusätzlich stützen. Die Trump-Administration könnte dabei sowohl fiskalische als auch geldpolitische Instrumente nutzen, auch wenn dies Inflationsrisiken birgt.

Die Dynamik am Arbeitsmarkt hat sich zwar abgeschwächt, deutet jedoch eher auf eine kontrollierte Abkühlung als auf einen abrupten Einbruch hin. Fiskalische Maßnahmen wirken weiterhin stabilisierend. Gleichzeitig gewinnt die Debatte um die Unabhängigkeit der US-Notenbank an Bedeutung. Die Nominierung von Kevin Warsh als möglicher künftiger Fed-Vorsitzender unterstreicht den politischen Einfluss, bedarf jedoch noch der Bestätigung durch den US-Senat.

Die Inflation geht zwar zurück, liegt jedoch weiterhin über ihrem langfristigen Durchschnitt. Insbesondere anhaltende Zolleffekte dürften auch 2026 preistreibend wirken. Trotz unterstützender Faktoren bleiben wir gegenüber US-Anlagen vorsichtig: Bei hohen Erwartungen und geringer Risikoprämie ist die Fehlertoleranz niedrig. Zudem dürfte der US-Dollar nach dem volatilen Jahr 2025 strukturell unter Druck bleiben – nicht zuletzt aufgrund des anhaltenden Haushalts- und Leistungsbilanzdefizits. Für internationale Anlagen ergeben sich daraus jedoch Chancen.

In Europa bleibt das politische und wirtschaftliche Umfeld anspruchsvoll, gleichwohl bestehen konstruktive Perspektiven. Das deutsche Konjunkturprogramm könnte zu einer Erholung in der Eurozone beitragen, auch wenn dessen konkrete Effekte noch schwer abschätzbar sind. Nachdem europäische Märkte zuletzt hinter den USA zurückblieben, könnten sich verbessernde Fundamentaldaten sowie eine mögliche Entspannung geopolitischer Spannungen als positive Impulse erweisen. Ab 2026 erscheint eine Annäherung der Wachstumsdynamik beider Wirtschaftsregionen durchaus möglich. China befindet sich ebenfalls in einer Erholungsphase, getragen von wieder zunehmenden inländischen Kapitalflüssen. Darüber hinaus profitieren Schwellenländer insgesamt von einem schwächeren US-Dollar. Nach mehreren Jahren relativer Schwäche ergeben sich hier wieder attraktive Diversifikationsmöglichkeiten..

Anleihemärkte: Renditechancen mit Differenzierung

Nach Jahren ausgeprägter Zinsvolatilität hat sich das Umfeld zwar stabilisiert, bleibt jedoch nicht frei von Unsicherheiten. In der Eurozone sorgen sinkende Inflationsraten und moderatere Lohnentwicklungen für eine gewisse geldpolitische Planbarkeit. Derzeit rechnet der Markt für 2026 nicht mit weiteren Maßnahmen der Europäischen Zentralbank. Dennoch bestehen Einflussfaktoren: Eine zu starke Euro-Aufwertung könnte geldpolitische Reaktionen nach sich ziehen. Auch die Auswirkungen der deutschen Fiskalpolitik sind noch nicht abschließend einschätzbar. Zudem wird der Markt 2026 ein hohes Emissionsvolumen, insbesondere am langen Laufzeitende, aufnehmen müssen. Der erhebliche Finanzierungsbedarf der Staaten sowie strukturelle Veränderungen – etwa bei niederländischen Pensionsfonds – könnten zusätzlichen Druck auf langfristige Renditen ausüben und eine weitere Versteilerung der Zinskurven begünstigen. Das Risiko im Rentenbereich liegt daher weniger in einem abrupten Zinsschock als in einem komplexeren Zusammenspiel aus Staatsverschuldung, fiskalischer Entwicklung und geldpolitischen Entscheidungen. Im Anleihensegment zeigt sich ein differenziertes Bild. Sowohl Investment-Grade2- als auch ausgewählte High-Yield3-Anleihen bieten weiterhin attraktive laufende Erträge. Nach der deutlichen Spread-Einengung im Jahr 2025 ist das Potenzial für weitere Risikoaufschläge jedoch begrenzt. Die Renditeerwartung basiert daher zunehmend auf dem Carry. Dies erfordert insbesondere im High-Yield-Bereich erhöhte Selektivität – nicht zuletzt im Hinblick auf anstehende Refinanzierungen aus den Jahren 2021–2022. Demgegenüber erscheinen bestimmte Segmente hochwertiger europäischer Unternehmensanleihen, insbesondere nachrangige Finanzanleihen, weiterhin attraktiv. Solide Fundamentaldaten und deutlich gestärkte Kapitalquoten stützen hier das Risikoprofil. Insgesamt sind Anleihemärkte nicht mehr lediglich ein defensiver Puffer, sondern bieten bei aktiver Steuerung von Zins- und Kreditrisiken eigenständiges Wertschöpfungspotenzial.

Wie lässt sich Unsicherheit managen, ohne Chancen zu verpassen?

 Vor dem Hintergrund divergierender Entwicklungen und anhaltender Volatilität setzt R-co Valor Balanced auf eine ausgewogene Struktur zwischen globalen Aktienchancen und einem wieder attraktiven Anleiheuniversum.   Der Aktienanteil – Ende 2025 rund 40 % des Portfolios – konzentriert sich bewusst auf 35 bis 50 internationale Qualitätsunternehmen mit robusten Geschäftsmodellen und hoher Zyklusresistenz. Der Ansatz ist stilneutral und erlaubt Investitionen in globale Technologieführer ebenso wie in Industrieunternehmen, Gesundheitskonzerne, Luxusgüterhersteller oder innovationsgetriebene Wachstumsunternehmen. Der Anleiheanteil – rund die Hälfte der Allokation – besteht überwiegend aus Investment-Grade-Titeln, breit diversifiziert nach Laufzeiten, Sektoren und Emittenten. Mit einer Zinssensitivität von rund 4,44 und moderatem Kreditrisiko bietet das Portfolio sowohl laufende Erträge als auch Konvexitätspotenzial. Eine aktive Positionierung entlang der Staats- und Unternehmensanleihen erhöht die Flexibilität in unterschiedlichen Marktphasen. Das Jahr 2025 hat zudem die Bedeutung aktiven Managements unterstrichen. Durch gezielte Umschichtungen wurden Überzeugungen verstärkt und Positionen reduziert, deren Bewertungsniveau ambitioniert erschien oder deren Perspektiven weniger klar waren. In einem Umfeld neu justierter Risikoprämien, zunehmender regionaler Divergenzen und persistenter Inflation positioniert sich R-co Valor Balanced als flexible Allokationslösung für die aktuellen Anforderungen von Investoren.

(1) Quelle: Bloomberg, Rothschild & Co Asset Management, 30.01.2026.
(2) Von Unternehmen oder Staaten begebene Schuldverschreibungen mit einem Rating zwischen AAA und BBB- auf der Skala von Standard & Poor’s.
(3) „Hochverzinsliche“ Anleihen werden von Unternehmen oder Staaten mit hohem Kreditrisiko begeben. Ihr Finanzrating liegt unter BBB- auf der Skala von Standard & Poor’s.
(4) Quelle: Rothschild & Co Asset Management, 31.12.2025.

R-co Valor Balanced
Empfohlener Anlagehorizont: 3–5 Jahre.
SRI-Risikostufe: 3/7.
Der Synthetic Risk Indicator (SRI) hilft dabei, das Risikoniveau dieses Produkts im Vergleich zu anderen Produkten einzuschätzen. Er gibt die Wahrscheinlichkeit an, mit der dieses Produkt bei Marktbewegungen oder unserer Zahlungsunfähigkeit Verluste erleidet. Wir haben dieses Produkt in die Risikoklasse 3 von 7 eingestuft, was einer niedrigen bis mittleren Risikoklasse entspricht und in erster Linie eine diskretionäre Anlagepolitik widerspiegelt, die das Portfolio mit einem ausgewogenen Profil den Aktien- und Zinsmärkten aussetzt. Mit anderen Worten: Die potenziellen Verluste im Zusammenhang mit der zukünftigen Wertentwicklung des Produkts sind gering bis mittel und sollten sich die Marktbedingungen verschlechtern, ist es unwahrscheinlich, dass unsere Zahlungsfähigkeit beeinträchtigt wird. Der Risikoindikator geht davon aus, dass Sie das Produkt 5 Jahre lang halten. Wenn Sie früher aussteigen, kann das tatsächliche Risiko erheblich abweichen und Sie erhalten möglicherweise eine geringere Rendite. Hauptrisiken: Kapitalverlustrisiko, diskretionäres Verwaltungsrisiko, Marktrisiko, Kreditrisiko, Zinsrisiko, Währungsrisiko, Kontrahentenrisiko und Risiken im Zusammenhang mit dem Einsatz von Derivaten. Diese Liste ist nicht vollständig; bitte beachten Sie den Abschnitt „Risikoprofil” im Prospekt der SICAV. Die Vermögensallokation sowie die geografische und sektorale Aufteilung sind nicht festgeschrieben und können sich im Laufe der Zeit innerhalb der im Teilfondsprospekt festgelegten Grenzen ändern. Die oben genannten Informationen stellen keine Anlageberatung oder Anlageempfehlung dar.

R-co Conviction Credit Euro
Empfohlener Anlagehorizont: 3 Jahre.
SRI-Risikostufe: 2/7.
Wir haben dieses Produkt in die Risikoklasse 2 von 7 eingestuft, was einer niedrigen Risikoklasse entspricht und in erster Linie seine Positionierung in privaten Schuldtiteln mit einer Zinssensitivität zwischen 0 und +8 widerspiegelt. Mit anderen Worten: Die potenziellen Verluste im Zusammenhang mit der zukünftigen Wertentwicklung des Produkts sind gering, und selbst bei einer Verschlechterung der Marktbedingungen ist es sehr unwahrscheinlich, dass unsere Zahlungsfähigkeit beeinträchtigt wird. Der Risikoindikator geht davon aus, dass Sie das Produkt 3 Jahre lang halten. Wenn Sie früher aussteigen, kann das tatsächliche Risiko erheblich abweichen, und Sie erhalten möglicherweise eine geringere Rendite.

Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist kein verlässlicher Indikator für die zukünftige Wertentwicklung und ist nicht über die Zeit konstant.